N.E.MO. e.V. stellt sich vor

N.E.MO. e.V. ist ein gemeinnütziger Förderverein für die Erforschung der Neurophysiologie und Entwicklung des Motorischen Systems und die Erforschung und Behandlung von Bewegungsstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Auf diesen Webseiten bieten wir Ihnen Informationsmaterial über Bewegungsstörungen und stellen Ihnen den Verein mit seinen Zielen sowie wissenschaftliche Projekte aus dem Forschungsbereich Bewegungsstörungen vor.

 

Hintergrund:

Wie die eigene Handschrift besitzt jeder Mensch ein individuelles Repertoire an Bewegungen, Gesten und Mimik.

Im Laufe der Entwicklung können jedoch Bewegungsstörungen, wie z. B. Tics und Tremor („Zittern“), auftreten. In vielen Fällen sind diese selbst nicht gefährlich, können aber, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu Stigmatisierung, Fehlentwicklung und Traumatisierung führen.

Frühzeitige Aufklärung, Beratung und medizinische Behandlung können körperliche Behinderungen und psychische Belastungen durch Bewegungsstörungen lindern bzw. vermeiden.

Bewegungsstörungen sind häufig. Etwa 5% der 6-10 jährigen Kinder haben Tics.
In vielen Fällen werden Bewegungsstörungen trotz der sehr guten kinderärztlichen Versorgung nicht als solche erkannt und Betroffene bleiben unbehandelt. Es sind dringend weitere Kapazitäten für die umfassende Versorgung betroffener Kinder notwendig.

 

Vereinsziele

Um die Versorgungssituation für Menschen mit Bewegungsstörungen und die Erforschung der Grundlagen und Folgen dieser Erkrankungen zu verbessern, hat sich N.E.MO. e.V. folgende Ziele gesetzt:

Unterstützung der Stiftungsprofessur für Bewegungsstörungen und Neuropsychiatrie bei Kindern und Erwachsenen im Institut für Neurogenetik an der Universität zu Lübeck.

Medizinische Fortbildung und Aufklärung über Bewegungsstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in öffentlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Schulbehörde, Beratungseinrichtungen).

Netzwerkbildung von Forschungseinrichtungen und Patienten- und Selbsthilfeorganisationen (z.B. Tourette-Netzwerk in Hamburg).

Erforschung und Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Bewegungsstörungen unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen.

Neue Akzente im wissenschaftlichen Verständnis von Bewegungsstörungen und den zu Grunde liegenden Störungen sollen gesetzt werden. Es sollen Untersuchungen mit modernen Methoden der systemischen Neurowissenschaften (Kernspintomographie, Hirnstrommessung) und genetisch sowie epidemiologisch ausgerichtete Studien einschließlich Untersuchungen über Versorgungsstrukturen und Lebensqualität von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Bewegungsstörungen gefördert werden.

Neurologen und Kinderärzten in der Facharztausbildung soll es ermöglicht werden, eine Zusatzqualifikation „Bewegungsstörungen bei Kindern“ zu erlangen.
Der klinische Schwerpunkt „Bewegungsstörungen bei Kindern“ soll fest in das Studenten-Curriculum eingebunden sein.