Tics sind plötzlich auftretende, rasche, sich wiederholende, zumeist nicht rhythmische
Bewegungen (motorische Tics) oder Laute (vokale Tics), die im Bewegungsablauf normalen Willkürbewegungen entsprechen, allerdings übermäßig häufig, zusammenhangslos oder übertrieben auftreten.
Motorische Tics treten vor allem im Gesicht (z.B. Blinzeln, Naserümpfen, Grimassieren), an der Schulter (Schulterruckungen) und an den Armen auf, können jedoch auch den Rumpf und die Beine betreffen. Typischerweise geht den Tics ein Dranggefühl voraus, das nach dem Auftreten eines Tics in der Regel wieder abklingt, zumindest vorübergehend. Dieser Drang wird oft als sehr viel störender und unangenehmer empfunden als die Tics selbst.

In der Regel lassen sich Tics für eine gewisse Zeit unterdrücken, kehren jedoch dann häufig mit größerer Stärke zurück. Oft sind Kinder stark bemüht, Tics vor anderen, z.B. vor Lehrern oder Klassenkameraden, zu verbergen, so dass der Arzt während der Untersuchung oder auch der Lehrer während einer Schulstunde keinen einzigen Tic beobachtet, die Kinder dafür aber zu Hause häufig und ausgeprägt Tics zeigen.