Die Spastik ist ein Symptom mit einer bei aktiven oder passiven Bewegungen geschwindigkeitsabhängigen Steigerung der Muskelspannung mit einem federnden Widerstand (Taschenmesserphänomen) und gesteigerten Muskeleigenreflexen. Spastische Lähmungen können sehr unterschiedlich in der Stärke und Ausprägung sein, von geringen Bewegungseinschränkungen bis hin zu schweren körperlichen Behinderungen. Oft kommt es durch Fehlhaltung und starke Muskelanspannung auch zu Schmerzen in den betroffenen Extremitäten.

Eine Spastik entsteht durch Schädigungen motorischer Bahnen im zentralen Nervensystem. Ursächlich können Schädigungen vor oder während der Geburt oder später erworbene Erkrankungen sein (z.B. Schlaganfall). Schädigungen, die um die Geburt herum eine Spastik verursacht haben, gehen häufig zusätzlich mit einer Dystonie einher.

Wenn Schädigungen in der motorischen Entwicklung des Kindes auftreten, ist eine besondere Aufmerksamkeit in der physiotherapeutischen und ärztlichen Behandlung geboten, um dem Kind eine seinen speziellen Umständen entsprechende optimale motorische Entwicklung zu ermöglichen.

Einer regelmäßigen Physio- und Ergotherapie kommt daher bei der Behandlung der Spastik eine entscheidende Rolle zu. Eine Therapie mit Botulinumtoxin-Injektionen kann darüber hinaus hilfreich sein, Funktionen zu verbessern, die Physiotherapie zu erleichtern, Schmerzen zu lindern und die Körperpflege zu vereinfachen.
Zur Behandlung der Spastik stehen auch einige andere Medikamente zur Verfügung.